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Lehrplan 21

Logopädie

Sprache ist für den Menschen von zentraler Bedeutung. Mit ihrer Hilfe kann er sich ausdrücken und verständigen. Eine sprachliche Beeinträchtigung betrifft immer den ganzen Menschen und dessen Umwelt. Sie kann sich auf die psychische und soziale Befindlichkeit, sowie auf die Intelligenz, Entwicklung und Lernfähigkeit nachteilig auswirken.

Die logopädische Arbeit beinhaltet die Abklärung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Auffälligkeiten in der gesprochenen oder geschriebenen Sprache, sowie die Beratung von Bezugs-  und Lehrpersonen. Logopädinnen ebenfalls dazu befähigt, Spezialunterricht im Fachbereich Legasthenie/Dyskalkulie zu erteilen.

Folgende sprachliche Bereiche können betroffen sein: Spracherwerbsprozess, Sprachverständnis, Wortschatz, Satzbau, Aussprachen, Lautbildung, Redefluss, Stimme, Lesen, Schreiben. Häufig treten diese Probleme im Zusammenhang mit Wahrnehmungsstörungen auf.

Ziel des Spezialunterrichts im Bereich Logopädie ist es, Einschränkungen in der Kommunikation so weit als möglich entgegenzuwirken und den Kindern und Jugendlichen zu helfen, ihre sprachlichen Möglichkeiten optimal zu verwirklichen. Sprachschwierigkeiten können dadurch oft behoben oder vermindert werden. Voraussetzung dafür ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung.

Die Dauer einer logopädischen Behandlung richtet sich individuell nach den Fortschritten des Kindes. Sie kann jederzeit mit allen Beteiligten neu abgesprochen werden.

Psychomotorik

Der Begriff Psychomotorik beschreibt die Wechselwirkung zwischen Denken, Fühlen, Bewegen und deren Bedeutung für die Entwicklung der Handlungskompetenzen des Kindes in seinem Umfeld.

Ausgehend von seinen Stärken begleiten die LfS (Lehrperson für Spezialunterricht) Kinder und Jugendliche mit ihren motorischen Schwierigkeiten und arbeiten an ihren persönlichen Entwicklungsthemen. Bewegung und Spiel sind zentrale kindliche Erfahrungsmöglichkeiten. Sie sind die Grundlagen unserer Arbeitsweise. Die Grob-, Fein- und Grafomotorik sind wichtige Bereiche der Förderung.

Ziel des Spezialunterrichts Psychomotorik ist die ganzheitliche heilpädagogische Förderung von Bewegung und Wahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen mitpsychomotorischen Schwierigkeiten. Diese äussern sich in vielfältigen, unterschiedlichen Erscheinungsbildern wie Unruhe, Ungeschicklichkeit, Gehemmtheit, kleinkindliches oder aggressives Verhalten und Ängstlichkeit.

Da für diese Arbeit speziell eingerichtete Räume notwendig sind, findet der Unterricht zentral in Interlaken, Grindelwald oder Lauterbrunnen statt.

Integrative Förderung

Ambulant tätige schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen beraten Kinder und Jugendliche, Lehrpersonen und Eltern in schwierigen Schulsituationen (z.B. bei komplexen Lernstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Einschulungsproblemen, fraglichen Entwicklungsrückständen, Integration gemäss Art. 17 VSG, Mobbing usw.).

Die LfS helfen bei der Erfassung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen und planen eine ressourcenorientierte und integrative Förderung. Sie  unterstützen und fördern Kinder im Rahmen des heilpädagogischen Unterrichts oder begleiten diese innerhalb der Klasse.

Je nach Problematik (z.B. Gewalt, Mobbing) helfen die Heilpädagoginnen und Heilpädagogen mit bei der Planung, Durchführung und Evaluation von Unterichtsprojekten. Bei allen Interventionsformen bleibt die Hauptverantwortung für die Führung der Klasse jedoch bei den Klassenlehrpersonen.

Oft ist die Arbeit auch vernetzend und koordinierend. Die LfS arbeiten mit Lehrpersonen, Schulleitungen, Eltern, Fachstellen und Behörden zusammen. Abklärungen und Förderung finden in der Regel vor Ort, im Stammschulhaus der Kinder und Jugendlichen statt.